Bäume im Schlosspark:

(4a) Fleischrote Rosskastanie

Alternative Namen: Rotblühende Rosskastanie, Rote Rosskastanie

Botanischer Name: Aesculus × carnea HAYNE

 

Größe: 20 – 22 m hoch

Alter: laut Wikipedia „relativ schwachwüchsig und kurzlebig“

Herkunft: Die Fleischrote Rosskastanie ist keine „klassische“ Art aus einem bestimmten

Heimatgebiet, sondern ein Hybrid (Art-Bastard). Sie entstand durch die Kreuzung der Arten:

 

Weiße Rosskastanie Aesculus hippocastanum L. (Heimat: Balkan-Halbinsel) und

Rote Rosskastanie Aesculus pavia L. (Heimat: Südosten der USA).

 

Die Fleischrote Rosskastanie wurde erstmals 1818 beobachtet und bildet keimfähige Samen.

 

Die Blätter der Fleischroten Rosskastanie sind ähnlich wie die der Weißen Rosskastanie gebaut, aber dunkler grün, glatter, schmaler und etwas kleiner. Je fünf bis sieben 8 – 15 cm lange Einzelblätter entspringen fingerförmig zusammengesetzt am Ende des gemeinsamen bis 23 cm langen Stiels.

 

Die junge Rinde der Fleischroten Rosskastanie ist glatt und braun. Im Alter entwickelt sich eine graubraune bis graue ziemlich dünne und glatte Borke, von der kaum (wie bei der Weißen Rosskastanie üblich) grob rissige schuppige Platten abblättern.

Rote Rosskastanie – links Blütenstand, rechts blühende Bäume

(Fotos: „Usien“, Quelle: Wikipedia)

Die Blüten der Fleischroten Rosskastanie ähneln denen der Weißen Rosskastanie, sind aber blass rot bis pink und im Zentrum oft orange gefärbt. Auch sie stehen zahlreich in 12 – 20 cm hohen Blütenständen wie Kerzen auf den Zweigen. Die Blütezeit ist meist in der zweiten Maihälfte. Die Blüten werden von Insekten bestäubt, sie sind eine wichtige Nahrungsquelle vor allem für Bienen und Hummeln. Es gibt auch Zuchtformen mit kräftiger rot gefärbten Blüten.

 

Die Früchte (Kapseln) der Fleischroten Rosskastanie ähneln denen der Weißen Rosskastanie. Sie sind aber mit durchschnittlich 3 – 4 cm etwas kleiner, bräunlich grün statt hellgrün, und fast glatt. Die Stacheln der Kapsel sind sehr spärlich, kurz und oft stumpf (eher Höcker als Stacheln), oder sie fehlen ganz. Sie enthalten meist 2 – 3 rotbraune Samen, die wie bei der Weißen Rosskastanie aussehen, aber etwas kleiner sind und auch frisch nicht so stark glänzen.

Links: Frucht der Fleischroten Rosskastanie. Foto: Genet, Quelle: Wikipedia

Rechts: Blatt der Fleischroten Rosskastanie im Herbst. Foto: www.baumkunde.de

Vorkommen: Ein natürliches Vorkommen gibt es für einen Art-Hybriden nicht. Aber auch die

Fleischrote Rosskastanie ist heute in weiten Teilen Europas ein beliebter Zierbaum in Parks, Alleen, Landschaftsgärten und Friedhöfen und oft zahlreich zu finden. Gegenüber der hier bisher meist gepflanzten Weißen (Gewöhnlichen) Rosskastanie hat sie den entscheidenden Vorteil, dass ihre Blätter nicht von den Raupen der Rosskastanien-Miniermotte zerstört werden und bis zum Herbst schön dunkelgrün bleiben. Ihre Herbstfärbung ist dann allerdings wenig spektakulär, die Blätter werden erst gelb und dann braun. Sie verfärben sich aber nicht einheitlich, sondern zeigen meist alle 3 Farben unansehnlich fleckig nebeneinander (siehe Foto oben rechts).

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